100 Jahre Marangoni Retreading Systems Deutschland; September 2019

100 Jahre Marangoni Retreading Systems Deutschland; September 2019

Marangoni Retreading Systems Deutschland feiert das 100-jährige Bestehen

Großer Andrang auf dem Fest zu Ehren des wichtigen historischen Meilensteins des Unternehmens.

Henstedt-Ulzburg, Deutschland - Am Samstag, dem 21. September, veranstaltete Marangoni am Standort Henstedt-Ulzburg einen besonderen „Familientag“, um mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ihren Familien einen wichtigen Meilenstein zu feiern: Das 100-jährige Bestehen des deutschen Unternehmens. An der Veranstaltung nahmen auch Vittorio Marangoni, Präsident und CEO der Marangoni-Gruppe, und Matthias Leppert, Geschäftsführer von Marangoni Retreading Systems Deutschland, teil. Beide hielten vor rund 250 Personen, die im Laufe des Tages an der Jubiläumsfeier teilnahmen, eine Rede. Auch der gesamte europäische AußendienstRetreading Systems, zusammen mit weiteren Vertretern und Führungskräften aus ganz Italien nahmen an der Veranstaltung teil.


Eine Fest mit großer Beteiligung und großartiger Teamleistung

Der Erfolg des Events wurde durch die aktive Beteiligung vieler Mitarbeiter und deren Familienmitglieder ermöglicht, die an der Ausrichtung der verschiedenen Aktivitäten, einschließlich des vielfältigen Catering-Services, beteiligt waren. Und natürlich gab es auch Showeinlagen und allerlei Spiele, nicht nur für Kinder, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene. Dieses Fest war auch ein Anlass für viele Mitarbeiter, sich in ihrer traditionellen Kleidung zu zeigen, was dem Fest einen besonderen Flair verlieh. Für gute Stimmung sorgte auch eine Musikband, in der auch der Betriebsleiter Joachim Pohnke spielt. Ilona Gaida, Head of Finance and Human Resources, überreichte verschiedene Preise und Auszeichnungen an eine Reihe von Mitarbeitern, die sich durch besondere Verdienste oder sportliche Leistungen in diversen Wettkämpfen ausgezeichnet haben.


Zwei besondere Gäste

Matthias Leppert unterstrich in seiner Begrüßungsrede die wesentlichen Etappen der deutschen Unternehmensgeschichte sowie die grundlegende Rolle von zwei anwesenden Persönlichkeiten, die das Unternehmen maßgeblich mitgestaltet haben. Auf der einen Seite der ehemalige Geschäftsführer Klaus Zimmermann, der das Unternehmen bei dem entscheidenden Wandel von einem Familienunternehmen zu einem internationalen Unternehmen leitete. Auf der anderen Seite Vittorio Marangoni, der heute die neue Generation vertritt, die die Zügel der Marangoni-Gruppe in der Hand hält.


Eine Geschichte mit Herausforderungen und Erfolgen

Das Unternehmen wurde 1919 von Heinrich Ellerbrock gegründet, der ihm auch seinen Namen gab. Zunächst wurden in der Fabrik Schuhsohlen und andere Gummiartikel hergestellt. Das Unternehmen hatte mit seinen Tätigkeiten trotz der schwierigen Bedingungen der ersten Nachkriegsjahre Erfolg und Ende der 1930er Jahre zählte es bereits 65 Mitarbeiter. Das Werk wurde bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört. Mit der Runderneuerung der Reifen begann man nach dem Wiederaufbau des Werks. Der erste Großkunde war damals die auf deutschem Boden stationierte britische Armee. Die zentrale Rolle der Reifenerneuerung wuchs im Laufe der Zeit und wurde 1990 durch den Erwerb seitens der Marangoni-Gruppe bekräftigt. Diese Phase der Geschichte fällt auch mit der Namensänderung in Ellerbrock Reifenrunderneuerungs-Technologie GmbH zusammen. 1993 beschloss das Unternehmen eine Produktionserweiterung und zog in das heutige Werk in Henstedt-Ulzburg um. Das Werksgelände verfügt nun über eine Fläche von 26 500 m2, die Fläche des Logistikzentrums umfasst 13 500 m2. Die Einführung dervorgeformten RINGTREAD-Ringe zu Beginn des Jahres 2000 führte zu einer fortschreitenden Integration der Produkte und Marken, mit denen die beiden Unternehmen auf ihren jeweiligen Märkten tätig waren.


Schwierige Momente, die durch Hartnäckigkeit und Entschlossenheit überwunden werden konnten

Der Fortbestand der deutschen Firma wurde in ihrer hundertjährigen Geschichte oftmals auf die Probe gestellt. Neben der vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg kam es im Jahr 2003 und 2008 zu zwei Großbränden mit großen Schäden und einem längeren Stillstand der Produktion. Es ist jedoch, dank des Einsatzes der Mitarbeiter und der Synergien, die durch die Zugehörigkeit zu einem internationalen Konzern gewährleistet werden, gelungen, diese kritischen Momente zu überwinden und sie in Gelegenheiten für einen wirtschaftlichen Aufschwung zu verwandeln. In diesem Sinne ermöglichten es die 2009 getätigten Investitionen, das Werk mit den modernsten Technologien und mit Maschinen wie z.B. der vollautomatischen Alpha-Ring-Fertigungsstraße auszustatten, die speziell von der Marangoni-Gruppe entwickelt wurden.


Die enge Gruppenbindung und die Unternehmensvision

Das Unternehmen änderte im Jahr 2011 seinen Namen in Marangoni Retreading Systems Deutschland GmbH und verstärkte so, die immer enger werdende Bindung zur Gruppe und die bedeutende Rolle bei der Globalisierung von Marangoni in der Runderneuerungsbranche.

Hierzu erklärte Matthias Leppert in seiner Begrüßungsrede: „All dies wäre ohne unsere treuen Kunden und das Wissen, die Fähigkeiten und die Hingabe unserer Mitarbeiter einfach nicht möglich gewesen. Die nächsten hundert Jahre werden zusehends von der Notwendigkeit einer nachhaltigen Nutzung unserer Ressourcen geprägt sein. Dies kann für die Runderneuerungsbranche - und vor allem für diejenigen, die - wie Marangoni über das RINGTREAD System, die innovativste Runderneuerungstechnologie am Markt - verfügen, nur von Vorteil sein.“


Auf die nächsten hundert Jahre

Wie einst Antoine de Saint-Exupéry sagte“, fuhr Leppert fort, „soll man die Zukunft nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen. Wir sind somit verantwortlich für das, was in der Zukunft des Unternehmens Marangoni geschieht.

In seiner Rede unterstrich Vittorio Marangoni, wie wichtig es sei, die Geschichte zu kennen und sie sich stets vor Augen zu halten, wenn man über die Zukunft zu entscheiden hat, vor allem in einer für den Markt schwierigen Zeit, in der die Unsicherheit und Schwäche von Wirtschaft, Finanzen und Politik spürbar sind. „Die Geschichte“, dies die Schlussworte des Präsidenten, „lehrt, dass Einigkeit stark macht. Dies erklärt, warum wir heute daran arbeiten, auf der internationalen Bühne einen Hauptakteur zu erschaffen, der in der Reifenerneuerung vollkommen autonom ist: Um weitere hundert Jahre wie diese feiern zu können.

Zum Schluss gab es ein herzliches Dankeschön an alle Kolleginnen und Kollegen, die zur Ausrichtung dieses Events beigetragen hatten sowie für ihre ausgezeichnete Teamarbeit und für ihre mitreißende Begeisterung, so dass sich alle Gäste als Mitglied einer großen Familie fühlen durften.

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